Der Hovawart (seine inneren Werte)

Eigen ist er, familienbezogen, kinderlieb, wachsam.... Kurz er ist ein Traumhund aber nur dann wenn man ihn zu nehmen weiß. Der Hovawart ist ein Hund, der wenn es ihm nötig scheint, die Dinge selbst in die Pfote nimmt. Genau das ist es aber, was heute eher unerwünscht ist. Dieses Verhalten des Hundes ist nur zu vermeiden, indem der Mensch ganz klar der Rudelchef ist. Wenn ein unsicherer Mensch nun meint "dann nehme ich halt einen Hovawart der nicht dominant ist", so endet dies im Fiasko. Der Hovawart der nun keine Führung hat wird unsicher und obgleich er selbst unsicher ist muss er ja die Rudelführung (da der Mensch das nicht tut) übernehmen. Diese Hunde, einerseits selbst nicht sicher, andererseits in die Führungsrolle gepresst, sind mit dieser Situation überfordert und können aus dieser Unsicherheit heraus auch mal in fraglichen Situationen zum Angstbeißer werden. Auch werden sie, gezwungenermaßen, ihren Halter dominieren. Ergo ist der Hovawart eher für Menschen die sicher sind im Umgang mit Hunden. Aber auch wer sicher ist, sollte sich nur dann einen Hovawart nehmen, wenn er ohne Gewalt in der Lage ist dem Hovawart zu zeigen wer der Chef ist. Der Hovawart ist trotz seines eigenen Kopfes ein sensibles, feinfühliges Tier, das nicht schnell vergisst. 
Rüden sind oft noch wesentlich "eigener" als Hündinen.
Mein Hovawart (und er war da nichts besonderes) unterschied z.B. drei Tonlagen. Lief er z.B. gerade frei umher und ich rief Ihn in einem eher nichts sagendem Tonfall heran, so hob er kurz den Kopf schaute mich an als wolle er fragen "was ist denn?" wenn ich nicht reagierte stöberte er weiter umher. Rief ich hingegen mit ein wenig Nachdruck in der Stimme, so hob er den Kopf, schaute um sich, steuerte den nächstgelegenen Baum, Busch oder ähnliches an, hob ein Hinterbein und kam anschließend zu mir. Ich konnte und kann darüber lachen. Könnten Sie das auch? Wenn nein; lassen Sie es mit dem Hovawart.
Rief ich Ihn jedoch mit richtig Nachdruck in der Stimme (Tonlage) so folgte er sofort. in dieser Situation war Ihm klar dass Chef es ernst meinte. Zu Kindern sind Hovis wahre Engel, sie lieben und bewachen Sie. Aber gerade Rüden neigen dazu Kinder mit zu erziehen. Wenn die lieben Kleinen anfangen zu Laufen beginnt das ganze. Dies entspricht in etwa dem Alter, in dem der Rüde auch in die Erziehung seiner Welpen eingreift (etwa 16.Woche beim Hovikind). Nun liegt es an Ihnen dem Hund klar zu machen, dass Sie Ihr Kind alleine erziehen. Achten Sie dann aber bitte darauf, dass auch der Hund, von Ihnen, vor dem Kind geschützt werden muss. Er braucht seine Ruhezonen (meist sein Schlafplatz und Aussichtsplatz) die das Kind respektiert, sonst ist das Fiasko vorprogrammiert, denn auch ein Hund hat rechte.
Und wenn es nun doch ein Welpe werden soll, so bedenken Sie bitte wie wichtig eine gute Welpenstube ist. Kaufen Sie nicht bei einem Vermehrer. Oft finden Sie undurchsichtige und schön aufgemachte Websites, die nur blenden. Je mehr ein "Züchter" prahlt, um so vorsichtiger muss man sein. Denn hier wird versucht mit vielen Worten die Unzulänglichkeiten der Zucht zu vertuschen. Je mehr es also ein Züchter für nötig hält sich ins rechte Licht zu rücken oder sogar andere Züchter schlecht zu machen, um so eher Finger weg, von diesem Züchter.

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